Live-Übersetzung · Stand 11. August 2026

Ein Zoom-Meeting live übersetzen

Zoom bringt übersetzte Untertitel mit. Sie setzen allerdings einen passenden Bezahlplan oder ein Add-on voraus, ein Admin muss sie freischalten, und die Sprachpaare sind begrenzt. Hier zuerst die Anleitung für die Bordmittel, dann ihre Grenzen — und zum Schluss eine Alternative, die komplett auf Ihrem eigenen Rechner läuft.

Anleitung: Zooms übersetzte Untertitel aktivieren

Ein Admin meldet sich im Zoom-Webportal an und aktiviert unter „Kontoeinstellungen“ → „Meeting“ die Option „Übersetzte Untertitel“. Verfügbar ist das nur in berechtigten Bezahlplänen oder mit dem kostenpflichtigen Untertitel-Add-on.

Im Meeting wählen die Teilnehmer dann im Untertitel-Menü (CC) die gesprochene Sprache und die Anzeigesprache. Die übersetzten Untertitel laufen am unteren Bildschirmrand mit.

Die Grenzen der Bordmittel

Ohne Admin-Freischaltung können Teilnehmer nichts einstellen. In Meetings, die ein Kunde oder Partner hostet, fällt die Option damit meist schon weg.

Im Gratisplan gibt es die Funktion nicht, die unterstützten Sprachpaare sind begrenzt, und die Untertitel existieren nur im Zoom-Fenster — ein nachlesbares Protokoll bleibt nicht übrig.

Die Alternative: Konvo auf dem eigenen Rechner

Konvo ist eine Desktop-App. Sie wählen die gesprochene Sprache und Ihre Lesesprache, drücken Start und treten dem Zoom-Meeting ganz normal bei. Die Übersetzung erscheint, während gesprochen wird, in einem frei platzierbaren Fenster — und bleibt danach als durchsuchbares Protokoll auf Ihrem Gerät.

In Zoom wird nichts installiert, und es tritt kein Bot dem Meeting bei: Konvo liest den Ton Ihres Rechners und Ihr Mikrofon. Deshalb funktioniert es im Gratisplan genauso wie in Meetings, die andere hosten — und genauso in Teams, Meet oder jeder anderen App.

Antworten in der Sprache der anderen

Konvo übersetzt nicht nur, was Sie hören. Sagen Sie Ihre Antwort auf Deutsch, und Konvo liest sie in der Sprache der Gegenseite laut vor. Die meisten Übersetzungstools beherrschen nur die eingehende Richtung.

Was es nicht kann

Häufige Fragen

Brauche ich einen bezahlten Zoom-Plan?
Nein. Konvo greift nicht auf Ihr Zoom-Konto zu, sondern liest den Ton auf Ihrem Rechner. Es funktioniert im Gratisplan genauso wie in Meetings, zu denen Sie nur eingeladen sind.
Was ist mit Meetings, in denen Deutsch und Englisch gemischt gesprochen wird?
Dafür gibt es den Eingabemodus „Mixed“: Er erkennt Sprachwechsel mitten im Gespräch automatisch. Abgedeckt sind Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch, Portugiesisch, Russisch, Japanisch und Hindi — andere Sprachen brauchen weiterhin eine feste Eingabesprache pro Sitzung.
Müssen die anderen Teilnehmer davon wissen?
Sagen Sie es ihnen. Konvo ist als Übersetzungshilfe gedacht, nicht als heimlicher Rekorder — und in Deutschland ist das Aufnehmen des nicht öffentlich gesprochenen Wortes ohne Einwilligung strafbar (§ 201 StGB). Am einfachsten ist ein kurzer Hinweis zu Beginn des Meetings.
Wie schnell ist die Übersetzung?
Sie läuft mit, während die Person noch spricht, statt auf das Satzende zu warten. Das ist der Unterschied zwischen einem Gespräch folgen und hinterher ein Protokoll lesen.

Im nächsten Meeting ausprobieren

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